I parallele landschaft I

LandArt-Projekt I parallele landschaft I startet mit Arbeiten der Künstler Ilka Helmig, Regine Kleiner, Christiane Lehmann, Andreas Reichel, Christina Fritzsching, Robert Steward. Der Vernissagespaziergang fand am 19.10. 2013 statt; die Kunstwerke sind selbstverständlich weiterhin im Ried in der Nähe des schon länger existierenden „Großen Wassernests“ von Nils Udo kostenlos zu betrachten.

Landart

 

Das neue LandArt Projekt 2013 I parallele landschaft I

Als ich vor einigen Tagen in Wilhelmsdorf unterwegs war und einer alteingesessenen  Wilhelmsdorferin von dem neuen LandArt Projekt berichtete, sagte diese ganz spontan, wie schade sie es fände, dass das alte LandArt nicht mehr sei. So viel Freude und Arbeit und Geld sei da hineingeflossen.

Recht hat sie…..unzählige unentgeltliche Arbeitsstunden von Künstlern, von mir als Kuratorin und beachtliche Spenden von über 25000 €!

Nun hilft es nicht, lange zu lamentieren. Eine neue Chance für die Kunst ist da!

Ausgehend von der Installation des von der Landesstiftung Baden Württemberg ermöglichten Kunstwerkes  – ,Gesang der Geister über den Wassern‘ – hat ein neues Kunstprojekt begonnen. Dieses hat nicht nur einen neuen Ort, sondern auch ein neues Konzept.

Ursprung :

Parallel zum ersten LandArt Weg, der mit der poetischen Konzeption vom Werden und Vergehen über 10 Jahre (von 2000 – 2010) hinweg mit seinen Kunstwerken aus Naturmaterialien gewirkt hat und dessen Werke bis auf die Großinstallation des international bekannten Künstlers Nils-Udo vergangen sind, wird der neue LandArt Weg mit einer neuen Konzeption auf der anderen Seite der Riedstraße weiterentwickelt. Dieser Umzug wurde durch eine Entscheidung der Riedstiftung ausgelöst, die schon 2007 neue Arbeiten am alten LandArt Pfad untersagt hatte.

Die Stiftung Naturschutz Pfrunger – Burgweiler Ried ist das ausführende Organ eines erstaunlichen Naturschutzgroßprojektes, das durch die Bundesrepublik Deutschland gefördert wird. Ein 2600 Hektar großes Moorgebiet von nationaler und internationaler Bedeutung wird in ein wiedervernässtes Reservat umgewandelt.

Ein Ort der Kommunikation:

I parallele landschaft I bezieht sich auf die besondere Situation, dass eine Landschaft

wieder in einen natürlichen Lebensraum überführt werden soll und Bestandteil des Evolutionsprozesses werden wird. Dieses ist ein seltener Prozess in einer Entwicklung zu immer weniger Diversität und immer größeren Eingriffen in die Natur durch den Menschen.

Ziel:

ist es, mit ästhetischen Mitteln neue Sichtweisen auf Natur- und Umweltprozesse zu ermöglichen.

Auf der einen Seite wird der biologischen Evolution aller Lebewesen im Ried freier Lauf gelassen,

menschliche Eingriffe gibt es somit nicht.

Auf der anderen Seite steht das von Menschen gelenkte, ergebnisorientierte Bearbeiten von Land.

In unserer Gesellschaft gilt ein Konsens darüber, dass Natürliches positiv bewertet wird. Andererseits wird eine zweite Seite in der metaphorischen Verwendung meist negiert: die Vergänglichkeit.

Vergänglichkeit und Erneuerung sind Teil des „Natürlichen“, finden aber in der metaphorischen

Verwendung des Begriffs kaum Akzeptanz. So kennen beispielsweise das Wirtschaftswachstum oder die technologische Entwicklung keinen Zustand des Ausgewachsenseins, keine Grenze.

 

Die biologische Entwicklung und das biologische Wachstum werden dem ökonomischen Wachstum und der ökologischen Entwicklung gegenübergestellt.

 

I parallele landschaft I sucht Fragen und Antworten im Schnittpunkt von Ästhetik und Ethik

und stellt die Frage nach der Bedeutung der Natur in unserer Zeit.

Das Gelände:

Wiesen im Ried, wird von der Gemeinde Wilhelmsdorf zur Verfügung gestellt. Auf dem Gelände befinden sich 2 Riedhütten, die früher zum Trocknen von Torf dienten. Das Gelände ist so konzipiert, dass ein Rundweg gelaufen werden kann. Ein eigener Parkplatz ist angelegt.

Kooperationen:

I parallele landschaft I ist

Teil des Oberschwäbischen Kunstweges und an die Riedwege angeschlossen.

I parallele landschaft I wird mit Mitteln der OEW und des Kulturvereins Wilhelmsdorf e.V, unterstützt.

Danke für ihre praktische Unterstützung und ihre Materialspenden an:

Herrn Hans Wetzel, Fa. Hinderer, die Produktionsschule Oberschwaben, die Fa. Kneer Erden

Hofladen Gebhard, Schmalegger Bäcker…

Last not least danke der Gemeinde Wilhelmsdorf und Herrn Dr. Gerstlauer, der die Chance für neue Kunst im Ried immer als Chance für Wilhelmsdorf verstanden hat.

Kuratorin des Projektes ist die Wilhelmsdorfer Künstlerin Christiane Lehmann, die seit 1999  die Rubrik LandArt des Kulturvereins leitet.

Christiane Lehmann

 

 

 

 

 

 

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